
Vor 1930 beherrschten bayerische Lokalbahnmaschinchen die Szenerie, wie z.B. aus den Baureihen 98.75, 98.8-9 (GtL 4/4) oder 98.4-5. Insbesondere die GtL 4/4 ist in 1:160 ja auch von Fleischmann zu haben. Danach wurde die Hauptlast bis in die 50er hinein von der BR70 getragen (auch von Fleischmann verfügbar!).

Die BR 70 (ex Pt 3/3) war über Jahrzehnte das Rückgrat des Lokalbahnbetriebs in Wasserburg. Bis weit in die 1950er Jahre prägte sie das Bild der Strecke. Als Modell ist sie bei Fleischmann erhältlich.
In der relevanten Zeit des Modells, also um 1960 herum, waren insbesondere BR86 und BR64 anzutreffen. Aber auch der Schienenbus hielt bereits Einzug und läutete damit den Umstieg auf andere Antriebsvarianten ein. In der ersten Hälfte der 60er Jahre übernahm die V100 mehr und mehr Züge, wobei in der Anfangsphase von Dampf auf Diesel auch die V36 aushalf.

Die BR 86 war um 1960 die dominierende Dampflok auf der Strecke, zusammen mit der BR 64. Erfreulicherweise sind beide als Modell zu haben — natürlich nicht in fiNescale und nicht getuned, aber das ist ein anderes Thema.

Mit dem Einzug der Dieseltraktion änderte sich das Bild grundlegend. Kleinere Dieselloks wie die V20 übernahmen Rangierdienste, während die V100 schrittweise den Streckendienst übernahm und den Dampfbetrieb ablöste.

Aber der entscheidende Wechsel fing schon früh in den Fünfziger Jahren an. In dieser Zeit erblickte der VT95 die deutsche Bahnwelt und kurz danach auch der verbesserte VT98. Schon sehr früh wurden sie auf der Strecke zwischen Reithmering (Bf Wasserburg) und Wasserburg / Stadt eingesetzt und sie beherrschten bis zur Einstellung des Betriebs die Fahrzeugwelt in Wasserburg und Umgebung
Die genannten Loks, wie sie um 1960 in Wasserburg regelmässig aufgetaucht sind, werden auch im Modell eine wichtige Rolle spielen. Daneben lassen sich mit etwas Augenzwinkern problemlos auch andere interessante Fahrzeuge einsetzen — ein guter Grund findet sich immer leicht ;-)
Güterwagen
Neben den Lokomotiven sind natürlich auch die Waggons interessant, die man dort antreffen konnte. In der relevanten Zeit wurden für Personenzüge hauptsächlich 2-achsige Einheitspersonenwagen und Donnerbüchsen (z.B. von Schlosser!) eingesetzt. Daneben waren es insbesondere 3-achsige preussische Durchgangswagen mit Oberlichtaufsatz (Fleischmann) sowie bayerische 3-Achser, die zum Einsatz gelangten.

Ein typischer Vertreter der Privatwagen: der Hacker-Pschorr Bierwagen. Solche markanten Wagen mit Firmenaufschrift belebten den Güterverkehr — auf dem Modell ein echter Hingucker.

Kesselwagen wie dieser Shell-Tankwagen gehörten zum festen Inventar des Güterverkehrs. Die Mineralölversorgung spielte auch für kleine Bahnhöfe eine wichtige Rolle.

Offene Güterwagen wie der Om 12 waren allgegenwärtig. Güterwagen sind im Prinzip nicht beschränkt — denkbar ist am Ende eigentlich alles, ausser vielleicht besonders grossen und ausgefallenen Exemplaren (z.B. Tragschnabel-Wagen :-).

Gedeckte Güterwagen wie der Gs 204 komplettierten den Wagenpark. Leider ist mir nichts über eine spezielle Verladung bekannt (Vieh, Schotter, Rüben etc.), die ganz bestimmte Wagen beanspruchen würde — aber auch ohne solche Schmankerl bleiben genügend Einsatzmöglichkeiten.